Best of 2011

RSS
Condividi

Gen 2 2012, 15:08

Musikalisch eher ein mittelmäßiges Jahr, mit vielen mittelmäßigen Alben, vielen Enttäuschungen, einigen Überraschungen. Was als fader Nachgeschmack immer noch hängengeblieben ist, ist die steigende Tendenz hin zum "Synthie-Pop" oder einfach nur zum Poppigen von Bands, von denen man das so nicht gedacht hätte. Bestes Beispiel: die neue Dredg. Auch etwas seltsam: die lang erwartete neue Mastodon entpuppt sich als Schritt in Richtung lustiger Power-Metal, weg vom progressiven, düsteren und harten, das diese Band bisher ausgezeichnet hatte. Andererorts "wagt" man den Schritt zurück, Bands wie Graveyard läuteten ein Revival des guten alten 70s-Prog a la Led Zeppelin ein, das sich hoffentlich auch im kommenden Jahr weiter durch die Musikwelt ziehen wird. Radiohead hingegen zeigen, dass man auch im Jahre 2011 immer noch experimentierfreudig sein darf. "The King of Limbs" prescht noch weiter in die elektronische Sparte als schon die Vorgängeralben, verliert dabei aber trotzdem nichts an wohliger Wärme. Sehr überzeugt und überrascht haben in diesem Jahr Cave In, die mit "White Silence" endlich zu alter Härte zurückgefunden haben und auf ganzer Linie rocken. Auch We Were Promised Jetpacks legen mit "In the Pit of the Stomach" ein Hammeralbum nach, das einen vor lauter Energie atemlos zurücklässt. Die Neuentdeckung des Jahres sind auf jeden Fall Vessels, auf die ich - mal wieder - durch Last.FM gestoßen bin und die nach dem Aus von Aereogramme und Oceansize die neue Hoffnung am englischen Prog/Post-Rock-Himmel sind. Man darf gespannt sein, was da noch kommt. Konzerttechnisch bleibt Bielefeld nach wie vor außen vor, aber mit dieser Situation muss man sich wohl langsam arrangieren.

Die 15 besten Alben:
01) Vessels - Helioscope
02) ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Tao of the Dead
03) Radiohead - The King of Limbs
04) Mogwai - Hardcore Will Never Die, But You Will
05) Graveyard - Hisingen Blues
06) We Were Promised Jetpacks - In the Pit of the Stomach
07) Cave In - White Silence
08) Yuck - Yuck
09) Nihiling - Egophagus
10) Explosions in the Sky - Take Care, Take Care, Take Care
11) Goes Cube - In Tides And Drifts
12) DJ Shadow - The Less You Know, The Better
13) Amplifier - The Octopus
14) Moving Mountains - Waves
15) Long Distance Calling - Long Distance Calling

Die 15 besten Lieder:
01) Vessels - All Our Ends
02) Vessels - Recur
03) Vessels - Meatman, Piano Tuner, Prostitute (feat. Stuart Warwick)
04) Graveyard - Ain't Fit to Live Here
05) ...And you will know us by the Trail of Dead - Summer of All Dead Souls
06) Yuck - Get Away
07) Radiohead - Bloom
08) Vessels - Later Than You Think
09) Nihiling - pa:(r)tik(e)l
10) Amplifier - Interglacial Spell
11) Mogwai - Rano Pano
12) We Were Promised Jetpacks - Medicine
13) The Kills - DNA
14) Radiohead - Codex
15) Cave In - Sing My Loves

Beste Newcomer:
Yuck
Gentlemans Pistols

Beste persönliche Neuentdeckungen:
Vessels
The Cinematic Orchestra
Torche

Geheimtipps des Jahres:
Cymbals Eat Guitars
Skalpel
Red Fang

Am liebsten gehörte Genres:
/


(Vorjahr: prog, folk, sludge / doom metal)

Größte musikalische Enttäuschung(en)
- Das Aus von Oceansize, eine weitere schrecklich unterschätzte Band, die meiner Meinung nach gerade wieder auf dem richtigen Weg war - das letzte Album war der Hammer!
- die große Welle an seichtem Pop, die sonst so innovative Bands dieses Jahr überschwemmt und völlig uninteressant gemacht hat: dredg, Sons & Daughters, The Dear Hunter, Mastodon (!), Incubus, Maybeshewill, Portugal. The Man, The Kooks, The Decemberists, The Black Box Revelation, Junius, Cake und viele weitere Bands lieferten dieses Jahr nur äußert mittelmäßige oder gänzlich unhörbare Alben ab, die sich alle dem Prädikat "möglichst massentauglich" verschrieben haben.
- Das Appletree war dieses Jahr für mich musikalisch ebenfalls eine ziemliche Enttäuschung, aber ich geh da ehrlich gesagt auch schon lange nicht mehr wegen der Musik hin...

Bestes Konzert:
And So I Watch You From Afar - Kleine Freiheit, Osnabrück

Musikvideo des Jahres:
Mastodon - Deathbound (das Lied hat soo hohe Erwartungen an das Album geweckt... zu schade, dass sie diesen Stil nicht eingehalten haben und das Lied nur zu einem B-Seiten-Dasein auf einer Single verdammt wurde...


Die schönsten musikalischen Momente:
- Endlich einen eigenen Plattenspieler zu besitzen und als erste selbstgekaufte Platte "The King of Limbs" darauf abzuspielen.
- "Don't Waste Time Doing Things You Hate" live zu sehen... grandioser Abend in Osnabrück mit ASIWYFA
- Vessels zu entdecken, auf Youtube mit einem ihrer besten Lieder: http://www.youtube.com/watch?v=H8t1kCjUGQg


Das Jahr in Zahlen:
Meistgehörte Bands:
1) Mogwai - 215 Songs (Vorjahr: Murder by Death, 311 Songs)
2) ...And You Will Know Us by the Trail of Dead - 181 Songs (Vorjahr: Broken Social Scene, 249 Songs)
3) Bonobo - 164 Songs (Vorjahr: The Appleseed Cast, 241 Songs)
4) Broken Social Scene - 158 Songs (Vorjahr: Motorpsycho, 233 Songs)
5) Radiohead - 145 Songs (Vorjahr: ...And you will know us by the Trail of Dead, 216 Songs)

Meistgehörte Alben:
1) Mogwai - Hardcore Will Never Die, But You Will (140 gespielte Tracks)
2) Bonobo - Black Sands (92 gespielte Tracks)
3) ...And you will know us by the Trail of Dead - Tao of the Dead (84 gespielte Tracks)
4) Radiohead - The King of Limbs (79 gespielte Tracks)
5) The Dear Hunter - The Color Spectrum The Complete Collection (75 gespielte Tracks)

Besuchte Konzerte (inkl. Festivalbands): 4 (Vorjahr: 3)

Neuentdeckte Bands: 18 (Vorjahr: 20)
(Graveyard, letlive., Vessels, DeWolff, Red Fang, Yuck, Royal Bangs, Tides From Nebula, The Cinematic Orchestra, Built to Spill, Fink, Gentlemans Pistols, Little Barrie, Ty Segall, Band of Skulls, Skalpel, Torche, Radio Moscow)

Commenti

Aggiungi un commento. Accedi a Last.fm o registrati (è gratuito).