Wieder im Luxor, wieder transatlantischer Musikerimport. Aber zunächst Zeus als Support, die mich mit staubig klingendem Rock nicht abholen. Dann nach ausführlicher Umbaupause kommen Stars zu fünft auf die Bühne. Sie verwenden im ersten Song keine der Gitarren, aber später sind oft zwei Gitarren beteiligt. Und sie spielen ihren schönen Pop, Torquil und Amy singen glänzend und verbreiten auch zwischen den Songs euphorisch positive Stimmung. Torquil erinnert sich an den Auftritt im Gebäude 9, ja, an den Namen der Location, und dass es unglaublich war, wie diese Halle sich mit euphorischer Stimmung füllte zu einem großen Erlebnis. Es muss etwa 2006 gewesen sein, ein Aftershow-Konzert nach einem kleinen Festival. Und es ist ganz offensichtlich, dass es auch heute wieder ein großartiges Erlebnis ist, für uns und die Musiker auch. Nicht nur bei den zahlreichen Hits wie "
Diario
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euphorisch
Dic 26 2012, 21:30
Mo., 17. Dez. – Stars, Zeus
Wieder im Luxor, wieder transatlantischer Musikerimport. Aber zunächst Zeus als Support, die mich mit staubig klingendem Rock nicht abholen. Dann nach ausführlicher Umbaupause kommen Stars zu fünft auf die Bühne. Sie verwenden im ersten Song keine der Gitarren, aber später sind oft zwei Gitarren beteiligt. Und sie spielen ihren schönen Pop, Torquil und Amy singen glänzend und verbreiten auch zwischen den Songs euphorisch positive Stimmung. Torquil erinnert sich an den Auftritt im Gebäude 9, ja, an den Namen der Location, und dass es unglaublich war, wie diese Halle sich mit euphorischer Stimmung füllte zu einem großen Erlebnis. Es muss etwa 2006 gewesen sein, ein Aftershow-Konzert nach einem kleinen Festival. Und es ist ganz offensichtlich, dass es auch heute wieder ein großartiges Erlebnis ist, für uns und die Musiker auch. Nicht nur bei den zahlreichen Hits wie "
Your Ex-Lover Is Dead", "
Dead Hearts" und "
Take Me To The Riot" stecken die Liveversionen an, gehen ins Popherz. Frenetisch werden sie noch zweimal auf die Bühne gejubelt. Zurecht. Ein großartiger Abschluss des Konzertjahres. -
geschliffen
Dic 26 2012, 21:26
Do., 6. Dez. – Yeasayer, SX
Im Luxor bekomme ich vom Support SX nur noch den Ausklang des letzten Songs mit und denke schade.
Yeasayer kommen im fast ausverkauften Haus auf die Bühne und spielen viele von den neuen Stücken, die auch in der Liveversion recht geschliffen klingen, rauher mag ich sie lieber, Brooklyn heraushören. Als Sänger wechseln sie sich ab. Der kleine Gitarrist gefällt mir dabei am besten. Bei allen Songs kann ich gut mitwippen, aber begeistert oder beeindruckt bin ich nicht. -
zum dritten Mal
Dic 26 2012, 21:23
Di., 27. Nov. – Mono, Microphonics
Zum dritten Mal. Das gilt für wenige Bands. Und diese japanischen Postrocker Mono, die so viel feine Instrumentierung in ihre energiereichen Stücke bringen, begeistern mich wieder. Ich hatte an sich gedacht, ich lerne einiges von ihrer neuen CD kennen. Aber nein, sie erfüllen das fast ausverkaufte Gebäude 9 mit dem Wind ihrer hervorragenden älteren Stücke. Keine Zugabe? Nein, sie haben offenbar alles gegeben. Die vielen verklärten Blicke und das eifrige Merchandisen zeigen die nachhaltige Begeisterung im Publikum - auch bei mir! -
wusch!
Dic 26 2012, 21:17
Mi., 5. Dez. – Crystal Castles
In der Essigfabrik sind Crystal Castles zu Gast. Das ist schön viel Fläche für dieses am Ende vielleicht sogar ausverkaufte Konzert. Vor 2 Jahren im Luxor hatte ich nicht immer Boden unter den Füßen. Nach einem DJ-Set und mit angenehmer Begleitmusik unterlegten Aufbauarbeiten geht es los. Die Sängerin ist nun blond, und auch sie hat mehr Platz. Sie mischen mit Geschick die neuen und älteren Stücke, bringen ihre Energie unter die Leute. Bis fast zum Mischpult ist heftig Bewegung bei den schnellen Stücken. Natürlich spielen sie nicht alle Lieblingsstücke, aber wie stark Doe Deer wieder wirkt, das ich zuhause und insbesondere im Sitzen nicht so gern höre, ist faszinierend. Hatte ich von der CD den Eindruck, dass die neuen Stücke ganz anders sind, so ist es von der Bühne und auch von den teilweise interessanten Liveinterpretationen her nicht so deutlich. Selbst das lange Warten an der Garderobe nimmt die bewegte Energie des Abends nicht. Klasse! -
Grammatikoff
Ago 7 2012, 21:57
Mo., 6. Aug. – We Were Promised Jetpacks, Astairre
Das Grammatikoff befindet sich in Duisburg, Beach House wird dort demnächst für mich spielen. Die eher kleine Halle soll 450 Leute fassen? Naja, heute sind es keine 150. Zunächst kommt Astairre als Support auf die große Bühne. Ihr Tempo-Deutschrock kommt sympathisch rüber, aber nach einer halben Stunde freuen sie sich mit uns auf We Were Promised Jetpacks. Eine klassische Rockband aus Schottland. Die 4 haben schon einige Hits, ich staune, wie viele ich kenne. Diese Stimme ist besonders live erstklassig. Und doch beeindrucken mich zwei Stücke am meisten, die durch lange Instrumentalpassagen treiben, exzellente Gitarre. Und dann singt Adam Thompson, zwei Meter vom Mikro entfernt, auch ohne Verstärkung zu hören, großartig! Sie sind konzentriert, haben viel Freude am eigenen Spiel. Aber das Publikum geht nur in den ersten beiden Reihen mit. Das mag der Grund sein, weshalb wir keine einzige Zugabe bekommen, hm, wirklich schade! Sehr gutes Konzert! -
Gloria
Ago 7 2012, 21:53
Di., 10. Jul. – CocoRosie
Ins Gloria geh ich gern. Es ist nicht ganz ausverkauft, kein Drängeln, viel aufgeregte Vorfreude im gut gemischten Publikum. CocoRosie kommen auf die Bühne. Die beiden Schwestern haben so unterschiedliche Ausstrahlung, Rosie wie Schneewittchen trotz des knallorangenen Overalls und die jüngere Coco wie die Edelpiratin. Und schon mit den ersten Songs ziehen sie mich wie das ganze Publikum in ihren Bann. Rosies Stimme trägt und prägt mit klaren Tönen, wie Trichter hält sie die Arme, ich sehe die Luft zu ihr strömen und sie als klare Klänge wieder verlassen. Coco treibt und regt an. Auf Elektronik wird fast ganz verzichtet, sehr passend! Angemessene Videoprojektionen über der Bühne unterstützen den Musikgenuss. Nach ein paar Songs kommt eine indische Formation auf die Bühne, die die Klangpalette fein ergänzt, besonders bei den neueren Songs, die viel gespielt werden.
Eine Viertelstunde Pause überbrücken die indischen Musiker allein. Und sie schließen mit der Anfeuerung, die zusammen mit dem Publikum den Beatboxer als ersten auf die Bühne holt. Und dieser Mann ist unglaublich. Er begleitet in fast jedem Stück als komplette Drums, und nun legt er ein famoses Solo hin, begeistert die ganze Halle. Und doch haben CocoRosie anschließend schnell wieder die volle Aufmerksamkeit. Es sind einfach schöne Songs. In der Zugabe hören wir nochmal ganz besondere Liveversionen und nach sehr schönen 100 Minuten ist es leider zuende. -
dunkel wegen Regen
Giu 28 2012, 13:20
So., 24. Jun. – Peaking Lights
Auf dem Dach des Museum Ludwig, direkt unter dem Dom, das ist doch mal eine Konzert-Location. Steven Malkmus hat hier vor ein paar Wochen gespielt. Nun sollen Peaking Lights spielen. Aber leider regnet es seit über einer Stunde in Strömen. Der fleißige Veranstalter lässt das Duo zweimal hintereinander spielen und lädt uns dazu ins King George. Diese kleine dunkle Bar ist voll. Das Duo hat auf der kleinen Bühne aber problemlos Platz. Indras Stimme und die Elektronik reichen vollkommen. Die Songs bleiben in ihrem Fluss, wiederholen, tragen den Rhythmus weiter. Und der Rhythmus ist durchgängig Reggae, das wundert mich - so habe ich sie nicht in Erinnerung. Dennoch hat der Sound, der gut, nur etwas zu laut ist, es schwer, mir diesen Sonnenschwung einzuspeisen. Schade! Auf der Wiese liegend wäre es klasse. Oder unter dem Dom. Nach der knappen Stunde gehen wir dennoch angetan und gut unterhalten auf die Straße - und wie passend: der Regen hat aufgehört. -
Licht von hinten
Giu 28 2012, 13:18
Mi., 20. Jun. – c/o pop: Dillon
Nun ins Millowitsch-Theater. Dort veranstaltet die c/o pop ein paar Konzerte. Schöne Location, auch wenn sie bestuhlt ist, offen und freundlich. Tourist im Vorprogramm stimmen den ausverkauften Saal schon auf die Stilrichtung ein: tragende Stimme mit Elektronik. Die Songs haben teilweise recht einfache Sequenzen, aber ein paar gefallen mir gut. Leider merke ich schon den sprachorientierten Sound; Bässe und Mitteltöne mischen sich zu einem untrennbaren Brei; schade!
Bei Dillon habe ich mich an den Sound schon etwas gewöhnt, mit bewusstem Bedauern. Ihre düsteren Songanteile bedröhnen manchmal, betrüben. Sonst rettet Dillons Stimme, die beeindruckende Stärke und Varianz hat - nur den Soul und Blues muss sie mir eigentlich nicht zeigen, naja, das macht sie nur zweimal. Ihre Show ist leider nur als Schatten zu sehen, das Licht kommt ausschließlich von hinten. Nur beim Verbeugen bemerkt man, dass sie sehr schüchtern ist. Dabei hat sie das Publikum zwischendurch so erfolgreich für sie den Tipp Tapp Song singen lassen. Mit den 3 Zugabesongs spielt sie 70 Minuten und verlässt unter großem Applaus die Bühne. -
Hundred
Giu 28 2012, 13:15
Do., 24. Mai. – Electronic Beats Festival Cologne 2012
Die Electronic Beats, die Telekom als Veranstalter (hat mir schon Caribou, Mount Kimbie, Die Vögel, deren Album immer noch nicht erschienen ist, und Pantha du Prince beschert). Im E-Werk spielen zuerst die Citizens!. Das ist sehr guter Gitarrenpop mit einer schönen hymnischen Männerstimme. Der laue Abend lockt doch nur zwischen den Konzerten vor die Tür, mich jedenfalls. Dann mein Topact The Hundred in the Hands - ja, bei dem Namen muss man ein wenig üben. Das Elektropopduo aus Brooklyn ist stark, treibt deutlicher als von der Konserve, bewegt die Halle. Und es braucht dazu nicht die besonderen Plateauschuhe der Sängerin Eleanor Everdell.
Austra kommen aus Toronto. Und Katie Stelmanis gibt nicht nur durch ihre beeindruckende Stimme den Ton der Band an. Sie prägt auch durch die Show und Gestik den gothischen Stil, und sie begeistert das Publikum. Die Songs mischen Bekanntes, erinnern an dies und das, auch Katies Stimme - am häufigsten wohl an Siouxsie. Und alles ist sehr stimmig und unterhaltsam.
Als letztes kommen noch Miike Snow. Ok, sie schreiben Popsongs für Britney, haben sie mal. Und sie bringen auch hier viel Pop mit aufwändigerem Sound als Kompositionstiefe. Das ist gut so, schwingt mit, und entlässt uns leicht in die immer noch laue Nacht.
Ein Festival mit ausschließlich positiven Überraschungen. Ach ja, The Kills? Fielen aus, machte mir aber nichts, weil ich sie schon im Herbst gesehen hatte. -
faszinierend
Giu 28 2012, 13:11
Mi., 25. Apr. – Portico Quartet
Die 4 britischen Musiker des Portico Quartet verdienen besondere Erwähnung. Sie sind schon von der Konserve faszinierend, bringen die gute Mischung aus ausgeglichener und anregender Stimmung hervorragend auf die Bühne. Der ausverkaufte Stadtgarten ist mit mir begeistert. Die Instrumente wirken zu Beginn deutlich dunkler als gewohnt, die Drums und Percussion dominieren, treiben durch die neueren Stücke. Aber wir gehen auch "Knee-Deep in the North Sea" zu Stücken aus dem ersten Album, leicht und verträumt. Großartig und sicher nicht das letzte Mal, dass ich sie gesehen hab.
sandor_nun