[Review] Bonobo – Black Sands

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Mag 1 2010, 9:06

Den vollständigen Artikel und eine Preview des Albums findest du hier auf Bln.Fm

Das neue Album von Simon Green alias Bonobo ist eines derjenigen, die man getrost auch dem Cover nach kaufen könnte, falls einem der Künstlername noch nichts sagen sollte. Denn der Blick über die dunkelgrünen Wälder, die ein Gewässer einrahmen und in deren Mitte eine Antenne als Manifest der allgegenwärtigen Technik aufragt, ist ebenso hübsch wie mysteriös – und natürlich wunderbar symbolisch.

Wenn die CD dann eingelegt ist und die ersten Töne der „Prelude“ erklingen, umfängt uns diese Szenerie, zieht uns in ihren Bann, in eine Welt, in der Natur und Zivilisation in Einklang miteinander sind, in der auf einmal alles harmonisch zusammengehört. Das war schon immer Greens Stärke: die Verschmelzung handgemachter mit elektronischer Musik auf einem derart hohen Niveau, dass eine ebenso organische wie abstrakte Klangwelt dabei entsteht. Was anderswo ein Widerspruch sein mag, wird bei Bonobo zur anmutigen Fusion. Den Höhepunkt dieser Kunst hat er sicherlich mit seinem zeitlos schönen Album „Days to Come“ von 2006 erreicht – „Black Sands“, sein vierter Longplayer, schreitet nun vom Gipfel wieder herab, ins dunkle Tal, in dem unter den Baumkronen die Laternen ferner Dörfer leuchten...

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