• Z4CKBUMM ha detto...
    • Utente
    • Mar 12 2008, 20:41

    [spam]

    [spam]

    Techo, tierra, trabajo, pan, salud, educación, independencia, democracia y libertad. Estas fueron nuestras demandas en la larga noche de los 500 años. Estas son, hoy, nuestras exigencias
    EZLN .PARA TODOS TODO.
    Modificato da hjbardenhagen in data Gen 1 2011, 17:31
    • [Utente eliminato] ha detto...
    • Utente
    • Mar 13 2008, 13:18
    Mitgliedern der Cryptofa Gruppe zu unterstellen sie seien Neonazis oder Neofaschisten finde ich als Verallgemeinerung falsch. Dazu muss man einfach wie sie sich ja auch selbst verteidigen sehen welche Wurzeln die gesamten Musiker in ihren Gruppen haben.

    Das dort nach wie vor einige Bands umstritten sind ist ja garkein Thema, darüber lässt sich auch ewig lang diskutieren und man wird zu kaum vernünftigen Schlüssen kommen.

    Dennoch:
    Was ich verstehen kann ist eine Kritik an der Gruppe bezüglich auf eine Relativierung die ja wie sie sich selbst beschreiben fast schon gewollt ist (Falls nicht darf sich ja gerne jemand dazu äußern wie ich denn apolitisch und den Hang zu starken Symbolen zu deuten habe).
    Richtig ist nun mal, dass Cryptofa für eine freie Verwendung von Symbolik jeglicher Art stehen, das kann sowohl aus faschistischem als auch kommunistischen oder sonst irgend einem Zusammenhang gerissen sein. Denn wenn ich mich jetzt nicht falsch erinnere sagte mal einer "Symbole sind frei".
    Doch genau das sind sie nicht. Man kann z.B. als Buddhist es sicherlich bedauerlich finden, dass die Swastika einen derartigen Ruf bekommen hat, dennoch befreit sie das nicht von der Verbindung mit dem dritten Reich. Ein Symbol ist immer vielfach deutbar. Mein Problem liegt bei der Cryptofa die offene Aussprache für eine Relativierung des ganzen. Wenn dem nicht so ist möchte ich das dargestellt bekommen. Die Nutzer der Gruppe können dies hier ja lesen. Ein von den Nazis verwendetes Symbol so sehr man dies auch bedauert (obwohl ich hier unterstelle, dass es szenetypische, modische Gründe sind bei einem Großteil der Hörer)wird immer ein Teil der Erinnerungskultur bzw. der Vergangenheitsbewältigung gerade in Deutschland sein. Das von links(extremer) Seite Nazisymbole (oder halt ich verbessere mich: von Nazis missbrauchte Symbole) verwendet werden aus provokativen Gründen ist ja nichts Neues. Aber dort hat es genau den Zusammenhang an die negativen Deutungen zu erinnern. Zu provozieren und zum Nachdenken anzuregen. Aber wenn ich mich richtig erinnere möchte die Cryptofagruppe sowohl eine Freiheit der Symbole, das heißt eine 0-Auslegung der "freien" Symbole und eine apolitische Sicht aber gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

    Ich lasse das jetzt mal offen stehen, da ich es falsch finde die ganze Cryptofagruppe als Nazigruppe darzustellen. Jedoch finde ich inhaltliche Kritik berechtigt.

    Abschließend noch ein Zitat um meinen Zusammenhang der Erinnerungskultur zu unterstreichen:

    "Denn da wir nun einmal die Resultate früherer Geschichte sind; sind wir auch Resultate ihrer Verirrungen, Leidenschaften, Irrtümer, ja Verbrechen; es ist nicht möglich, sich von dieser ganzen Kette zu lösen. Wenn wir jene Verirrungen verurteilen und uns ihrer für enthoben erachten, so ist diese Tatsache nicht beseitigt, daß wir aus ihnen herstammen."
    Nietzsche 1873

    EDIT: Bevor Verwirrungen auftreten, ich bin weder in dieser noch in der Cryptofagruppe.

  • Ich stimme hier mit Z4CKBUMM überein, das sicher einige Mitglieder der Gruppe wirkliche Faschisten sind. Wenn auch sicherlich nit alle.
    Dennoch geht es nicht nur um rechte Musik. Auch in meiner Tracklist finden sich einige grenzwertige Titel, die je nach Auslegung als rechts oder eben nur als provokant angesehen werden könnten.
    Es geht auch nicht um das Interesse an Runenschrift und indogermanischen Symbolen.
    Es geht letztendlich auch nicht um das geschichtliche Interesse am zweiten Weltkrieg. Habe in meiner Unizeit auch ein bei disbezügliche Seminare belegt.
    Aber wenn man all das vereint in einer Gruppe findet, so ist das zumindest verdächtig!

    I do agree here with Z4CKBUMM, I also think there are some members of the group who are real fascists. Although certainly not all of them.
    Yet it is not only the music. Even in my Tracklist there are some songs, depending on the interpretation, you may judge as right or just as provocative.
    It is also not about the interest in runic script and Indo-germanic symbols.
    It is ultimately not about the historical interest in the Second World War. I also visited some related courses while I was at the University.
    But if all this is together in one group, it is at least suspicious!

    Ich will eine Maschine sein.
    Mit Armen zum Greifen.
    Beinen zum Gehen.
    Kein Schmerz, Kein Gedanke.
    • Quax1000 ha detto...
    • Utente
    • Mar 13 2008, 22:11
    Ich habe ein paar Fragen an Z4CKBUMM.
    Haben Sie das Crypto-Fascist Manifest gelesen?
    Wie sollte eine deutliche Distanzierung von rechtsextremen, neonazistischen, faschistischen Inhalten Ihrer Meinung nach aussehen?
    Die Distanzierung von rechtsextremen, neonazistischen, faschistischen Mitgliedern gestaltet sich zudem schwierig, wenn man sie nicht erkennt, ja es vielleicht keine gibt.
    Das Manifest ist für mich eine deutliche Distanzierung (oder ich habe es nicht verstanden), worauf ich der Gruppe beigetreten bin, da ich (nur einer der Gründe) in meinem Freundes- und Bekanntenkreis eh schon immer als verkappter Nazi u.ä. bezeichnet wurde; nach dem Motto: dann bezeichne ich mich halt selbst als Crypto-Fascist und laß mich nicht mehr ärgern. Worbei verkappter Nazi der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes Crypto-Fascist entspricht. Die Last.fm Gruppe Crypto-Fascists bezieht sich allerdings nicht auf den ursprünglichen Begriff "Crypto-Fascism". S.a. Crypto-Fascism.

    Ansonsten ist Kritik gewollt und wird auch ernstgenommen. Das Forum ist offen und es wird ja auch diskutiert. Und da Sie den Nutzer "absurdberserker" ansprechen, dieser moderiert z.B. die Gruppe "just listening to NSBM doesn't make you a nazi". Alles nur Tarnung? Zumal ich es ein wenig unfair finde auf solch einer anonymen Plattform wie Last.fm eine ganze Gruppe wegen einzelner Mitglieder sozusagen in Sippenhaft nehmen zu wollen.
    Ach so, wenn Faschisten das geistige Niveau einer Kartoffel hätten, dann besäßen sie heute nicht soviel Macht wie z.B. in Italien.
    Mit freundlichen Grüßen Quax1000.

    • Nymix ha detto...
    • Utente
    • Mar 14 2008, 15:26

    Hello...

    ...gut zu sehen, dass die Debatte in diesem Forum begonnen hat...

    Hatte eine interessante & gehaltvolle TM-Konversation mit Z4CKBUMM, in der ggf. noch ein paar weitere Punkte enthalten sind, die für die Erklärung/das Verständnis von CF hilfreich sein könnten; bin z.Z. sehr eingespannt & kann mich hier nicht in vollem Umfang beteiligen, habe aber nix dagegen, Z4CK, wenn Du den Dialog (möglichst unzensiert ;) hier im Forum postest; könnte hilfreich sein.

    Ah, und hier noch ein (zwar schon etwas älterer) Artikel vom Southern Poverty Law-Center, warum es nicht nur unsinnig, sondern kontraproduktiv ist, Fascho-Mucke im Internet zensieren zu wollen (letzter Absatz, aber tut Euch nen Gefallen & lest auch den Rest)

    http://www.splcenter.org/intel/intelreport/article.jsp?sid=193

    Beste Grüße,

    Nymix

    LEBEN HEISST LEBEN!
    • Nymix ha detto...
    • Utente
    • Mar 14 2008, 15:33

    Nietzsche

    @PTRiot:

    Wenn wir jene Verirrungen verurteilen und uns ihrer für enthoben erachten, so ist diese Tatsache nicht beseitigt, daß wir aus ihnen herstammen.

    Auch wenn's cryptofa-mäßig anmutet, den ollen Fritz zu zitieren ;) -- aber das ist einer der zentralen Punkte, um die es bei CF geht:
    Nicht irgendwas zu verdrängen oder gar zu dämonisieren (um damit dessen "Macht" zu bestärken) ist der Punkt, sondern ein *umfassendes & aufgeklärtes* Geschichtsbild -- und das bedeutet, ausgehend von der NS-Geschichte auch dessen Vorgeschichte, Hintergründe & Entstehungskontexte zu kennen.
    Und da wird man feststellen, dass das viel mit Symbolik & Identitätspolitik zu tun hat (empfehle dazu die Bücher von Nicholas Goodrick-Clarke), weshalb es unabdingbar ist, den Rechten die Definitionsmacht über Symbole & Ästhetik wegzunehmen, oder zumindest streitig zu machen!

    So, aber jetzt hab ich mich schon zu weit rausgewagt; eigentlich meine ich natürlich "White Power Forever" und "Heil dem Ku-Klux-Klan" oder sowas.

    Ok, bin offline jetzt; Kreuze anzünden ;)

    N.

    LEBEN HEISST LEBEN!
    • [Utente eliminato] ha detto...
    • Utente
    • Mar 18 2008, 18:41
    Too bad that this discussion is in German. I can understand some parts of it, but I do not speak the language good enough to post a proper reaction.

    I just have one thing to say. That Neo-Nazi's start anti groups, I can deal with that. I like it, to be very honest. We succeeded in pissing them off badly, which wasn't a point on our schedule (as an a-political movement) but as being an anti-fascist myself, feels very good.
    The AntiFa starting anti-CF groups is a whole less funnier, because it only results in endless discussions because you and us just don't agree. That is okay, but it is a negative development because many Martial/Industrial/Neo-Folk fans are still getting beaten up by the AFA on parties. And concerts are still being cancelled due to the short-minded AFA's. And overthrowing that (fascist) way of thought from the AFA's is on our agenda.

    Still, that isn't anything political, as it is just a question to all of you who support that fight caused by the AFA. Just a shame and very short-minded.

    • Nethiros ha detto...
    • Utente
    • Mar 20 2008, 14:16
    Als ich CryptoFa beigetreten bin, symbolisierte die gruppe für mich hauptsächlich, dass jeder die freiheit hat musik frei von jeglicher ideologie zu hören, so lange sie ihm spaß macht.

    Ich höre gerne Ska-P, ich höre gerne Loikaemie:

    -niemand hat mich dafür skinhead oder kommunist genannt (hab ja auch haare ;) )

    Ich mag die Ärzte, ich favorisiere die Beatsteaks.

    -niemand bezeichnet mich als "pseudopunk" oder überhaupt "punk"


    Ich höre ein ungesundes maß an Aggrotech und EBM.

    -niemand fragt mich warum ich nicht schwarz trage.


    Ich lese Nietzsche.

    -niemand wundert sich, dass ich das leben immernoch liebe.


    Ich höre Landser.

    -ich bin ein böser nazi und verprügle kleine ausländerkinder wenn sie alleine sind
    <-- Logische schlussfolgerung?

    Ich hoffe du verstehst was ich meine.

    Ich fände es schön wenn dasselbe auch für Symbole, kleidung, interessen usw gelten würde. Ich hatte mal einen Irokesenschnitt, und der einzige grund warum ich den nicht mehr habe ist, dass sich alle gefragt haben warum ich denn auf einmal punk sei.
    (Und auch wenn sie es nicht wissen, in meinen augen ist die Front Deutscher Äpfel irgendwo auch cryptofa. Wenn auch nur entfernt.)

    EDIT: Zur frage "Faschisten im schafspelz oder Antifas"

    vielleicht keins von beiden? Es gibt mehr als schwarz und weiß, steht auch schön im manifest.

    • Z4CKBUMM ha detto...
    • Utente
    • Mar 29 2008, 19:43

    [spam]

    [spam]

    Techo, tierra, trabajo, pan, salud, educación, independencia, democracia y libertad. Estas fueron nuestras demandas en la larga noche de los 500 años. Estas son, hoy, nuestras exigencias
    EZLN .PARA TODOS TODO.
    Modificato da hjbardenhagen in data Gen 1 2011, 17:31
  • Gorebatjov said:
    We succeeded in pissing them off badly, which wasn't a point on our schedule


    General agitation and OM activities were and have always been part of the crypto-fascist remit though. I remember when the group started a general tone of agreement that the group was broadly anti-fascist in tone, in that it satirised fascism and robbed fascist symbols of their power. Not all neo-nazis are entirely stupid, I knew we would attract ire from the real jackbooted goons at some point.


    Official Anti-Isreali Venom Dog and General Wacko!
    AntiOxymoron/LonerRD: "Free speech is not acceptable"
    • Nymix ha detto...
    • Utente
    • Apr 10 2008, 21:40

    @ Khar:

    "a general tone of agreement that the group was broadly anti-fascist in tone, in that it satirised fascism and robbed fascist symbols of their power"

    Thanks Khar; when I came across CryptoFa that was *exactly* what I picked up too.
    Still see no reason to revisit this impression.
    My hypothesis is that you need a certain amount of twisted humour to be able to appreciate CryptoFa's play on aesthetics & politics.
    Perhaps all these anti-CF-groups have formed on the basis on a shared lack of humour?

    LEBEN HEISST LEBEN!
  • Meiner meinung nach, kann man rechte Musik und rechte Gesinnung nur schwer, wenn überhaupt trennen.
    Wer rechte Musik hört, unterstützt die Band und damit direkt oder indirekt rechte Gruppierungen.
    Man verbreitet durch das Hören rechte und menschenverachtende Gesinnungen, egal was man selbst davon halten mag. Das geht schon damit los, dass kleine Kids rechte Bands auf deiner Seite sehn (ich nehme das beispiel von nethiros), guggen sich dann die landser seite an und hören das, bisher politisch ungebildet, und sind dann natürlich sehr emfänglich für rechte Gedanken.
    Diese Verantwortung würde ich nicht gerne tragen.

    Ich kann auch einfach nicht verstehen, wie einem Nazimusik gefallen kann, wenn man ansonsten angibt gegen Nazis zu sein.

    • Nymix ha detto...
    • Utente
    • Mar 20 2011, 3:30

    @ acid_sound:

    Verzeih die späte Antwort, aber ich las das eben und muss dazu sagen:
    a) ich find Landser ßeische und
    b) Ästhetik & Geschmack sind eine Sache, Politik & Ideologien eine andere. Beide können sich überschneiden, aber die moderne Rezeptionstheorie ist auch eine Absage an überkommene Vorstellungen von Medienmanipulation. Für den Vorschub rechter Idiotie sorgen doch ganz andere, einflussreichere Kreise. Die Kids wissen schon selbst, was sie von dem Dreck zu halten haben.

    Als trauriges Beispiel der Bezugebenenverwechslung sehe ich etwa die Pauschalisierung von Death In June als "rechter" Band im selben Atemzug mit Knüppelcombos wie Landser, Skrewdriver & co. Letztere machen (primitive) Propaganda, für DIJ ist das 3. Reich Steinbruch & Material für künstlerische Bearbeitung, wie für Syberberg und Kiefer in Film und Malerei.
    Deren Platten zu indizieren (15 bzw. 20 Jahre nach Erscheinen) ist ein Witz.

    Würde mich interessieren, was Du an solcher "Nazi-Musik" Gefallen finden könntest:
    http://www.youtube.com/watch?v=hB52oS1MiII

    Grüße aus der Nacht,

    Nymix

    LEBEN HEISST LEBEN!
    • Nymix ha detto...
    • Utente
    • Mar 20 2011, 3:30

    @ acid_sound:

    Verzeih die späte Antwort, aber ich las das eben und muss dazu sagen:
    a) ich find Landser ßeische und
    b) Ästhetik & Geschmack sind eine Sache, Politik & Ideologien eine andere. Beide können sich überschneiden, aber die moderne Rezeptionstheorie ist auch eine Absage an überkommene Vorstellungen von Medienmanipulation. Für den Vorschub rechter Idiotie sorgen doch ganz andere, einflussreichere Kreise. Die Kids wissen schon selbst, was sie von dem Dreck zu halten haben.

    Als trauriges Beispiel der Bezugebenenverwechslung sehe ich etwa die Pauschalisierung von Death In June als "rechter" Band im selben Atemzug mit Knüppelcombos wie Landser, Skrewdriver & co. Letztere machen (primitive) Propaganda, für DIJ ist das 3. Reich Steinbruch & Material für künstlerische Bearbeitung, wie für Syberberg und Kiefer in Film und Malerei.
    Deren Platten zu indizieren (15 bzw. 20 Jahre nach Erscheinen) ist ein Witz.

    Würde mich interessieren, was Du an solcher "Nazi-Musik" Gefallen finden könntest:
    http://www.youtube.com/watch?v=hB52oS1MiII

    Grüße aus der Nacht,

    Nymix

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